Veranstaltungen 2026

Dorffest Neckartenzlingen

Martina und Petra wissen gleich Bescheid. - Foto: Agnes Pahler
Martina und Petra wissen gleich Bescheid. - Foto: Agnes Pahler

Mit drei Spielstationen und einem Info-Stand waren wir wieder beim Dorffest in Neckartenzlingen vertreten. Beim Memory mit den großen Tafeln siegten meistens die Kinder über ihre Eltern. Beim Tiereteppich konnten die Kinder austesten, ob sie so weit wie ein Hase oder ein Heuhüpfer springen können. (So weit wie ein Eichhörnchen - vier Meter - schafft niemand.

 

Highlight war der Läufer mit verschiedenen Tierspuren. Igel, Hase, Ente, Fuchs, Katze... welches Tier hinterlässt welche Spuren? Da mussten auch die Betreuerinnen erst einmal überlegen.


Waldführung mit den Försterinnen

Die Försterinnen von Forst BW sind bestens vorbereitet.
Die Försterinnen von Forst BW sind bestens vorbereitet.

Am Mittwoch, 8. Juli, hatten uns die beiden Försterinnen von ForstBW, Carla Hohberger und Kathrin Klein, mit zu einer Begehung am Bezenberg oberhalb Neuenhaus mitgenommen. Sie erklärten, dass die Waldbewirtschaftung nach Vorgaben zu erfolgen hat, die im Turnus von zehn Jahren erstellt werden.

Es wird festgelegt, in welche Richtung die Waldentwicklung gehen soll, doch die Försterin entscheidet, welche Maßnahme wann und wo durchgeführt wird.

Der Wald hat als Zone für Erholungssuchende eine wichtige Bedeutung, daher hat die Wiederherstellung der Wege nach Beschädigungen höchste Priorität. Und natürlich spielt der Artenschutz eine wichtige Rolle, wie die Försterinnen versichert haben.


Erfreulicherweise leidet der Neuenhäuser Wald wenig unter der Klimaveränderung. Zwar hatten die Orkane Wiebke und Lothar einst gravierende Schneisen geschlagen, doch seither hat sich durch Naturverjüngung ein gemischter Waldbestand entwickelt. Der Aufwuchs an Ort und Stelle erweist sich als ziemlich widerstandsfähig. 

Zukunftsbaum Elsbeere. - Foto: Agnes Pahler
Zukunftsbaum Elsbeere. - Foto: Agnes Pahler

Auf der Lichtung sahen wir drei Elsbeeren, deren Nachbarbäume geschlagen wurden, damit mehr Licht einfallen kann. Die lichtbedürftige Elsbeere ist eine heimische, aber seltene Baumart. Sie gilt als Zukunftsbaum, weil sie Trockenheit extrem gut aushält.

Der Wald hat als Zone für Erholungssuchende eine wichtige Bedeutung, daher hat die Wiederherstellung der Wege nach Beschädigungen höchste Priorität. Und natürlich spielt der Artenschutz eine wichtige Rolle, wie die Försterinnen versichert haben.

Eine Rückegasse im Sommer nach der Abholzung. - Foto: Agnes Pahler
Eine Rückegasse im Sommer nach der Abholzung. - Foto: Agnes Pahler

Zugegeben – eine Rückegasse sieht dramatisch aus, zumindest im ersten Jahr. Die Spuren fallen im Verlauf von einigen Jahren wieder einund werden bald überwachsen. Waldbesucher beschweren sich oft über die Schäden, die von Rückemaschinen hinterlassen werden.

 

Allerdings verlaufen die Rückegassen in 40 m Abstand, dazwischen bleibt der Boden auf Dauer unbeeinträchtigt. Die Waldzertifizierung gibt zudem weitere Standards zur Nutzung von Rückegassen vor. Daneben erleichtern  Vollernter die Arbeit im Wald und sorgen für mehr Sicherheit.

Die entstehenden Fahrspuren sorgen kurzzeitig für kleine Wasseransammlungen, in denen die Geldbauchunke ablaichen kann. Nach dem Vorsorgekonzept für die Gelbbauchunke sollen im Schönbuch jährlich etwa 240 derartige Kleinstgewässer über die Befahrung entstehen. Dort kann sich die  Gelbbauchunke vermehren. Die anschließende Wirkungskontrolle der digitalisierten Kleinstgewässer in der Laichzeit dokumentiert den Erfolg der Reproduktion der Art. Mit der Waldbewirtschaftung geht somit auch Artenschutz einher.

Von oben sind die höchstens 5 cm großen Gelbbauchunken übrigens grauschwarz, dreht man sie um, sieht man die gelbe Warnfärbung. Die Zeichnung ist bei jedem Tier individuell.

Intensiv wurde die Frage diskutiert, warum so viel geschlagenes Holz an den Wegrändern im Wald herumliegt. Die Försterinnen erläuterten, dass die Stämme verkauft sind und somit hat ForstBW keinen Anspruch mehr darauf. Weitere Information finden sich bei 
www.forstbw.de/schuetzen-entwickeln/waldnaturschutz


Kräuterführung

Wildkräuter enthalten hohe Mengen an Vitalstoffen. - Foto: A. Pahler
Wildkräuter enthalten hohe Mengen an Vitalstoffen. - Foto: A. Pahler

Am 14. Juli hatten wir zu Kräuterführung am  Ende der Lindenstraße in Grötzingen eingeladen. Die Führung fand im Rahmen des Tages der Artenvielfalt statt, den der Landesnaturschutzverband (lnv) in diesem Jahr zum fünften Mal ausgerufen hatte. Erfreulicherweise fanden sich 15 interessierte Personen ein. 

 

Nur ein kurzes Stück sind wir bis zu den Steidachwiesen hochgelaufen, doch wir erlebten den Kontrast zwischen schattigem Hohlweg mit feuchtem Wassergraben und der offen in der Sonne liegenden Streuobstwiesen unmittelbar. Je nach Standort wachsen eben völlig unterschiedliche Pflanzen.

 

Bald schon zeigte sich das vielseitige Interesse innerhalb der Gruppe und das vielfältige Grundwissen. Dadurch kam es schnell zum Austausch darüber, welches Kraut man verzehren kann, was sich medizinisch nutzen lässt oder was sich nicht zum Verzehr eignet. Zum Schluss hatten wir alle hinzugelernt. Den sonnigen Tag mit milden Temperaturen haben wir in angenehmer Atmosphäre genossen.


Blühende Streuobstwiesen

Aufmerksame Zuhörer. - Fotos: Agnes Pahler
Aufmerksame Zuhörer. - Fotos: Agnes Pahler

Zu unserer Wanderung über blühende Streuobstwiesen am 19. April hatten sich 16 Teilnehmer eingefunden. NABU-Naturführerin Sabine Grüdl stieß dabei auf absolute Insider, denn schon zu Beginn stellte sich heraus, dass sich in der Gruppe mehrere Streuobstwiesenbesitzer befanden.

 

Somit war der Übergang zum Fachsimpeln schnell gefunden: Wohin kommt das Obst zum Mosten? Wie wird die Wiese gemäht? Wann soll man mähen? Ganz wichtig: Wohin mit dem Mähgut? Und was tun, wenn Unbefugte die mühsam gepflegten Bäume abernten?


Es gab viele Details zu besprechen und Sabine Grüdl erklärte den Stammanstrich mit Lehm (links). 

 

Auf dem Weg unterhalb von Altenriet bot sich ein herrlicher Ausblick in Richtung Schwäbische Alb. Das anfangs kühle Wetter besserte sich bald und schließlich strahlte die Sonne warm vom Himmel. Wir genossen die wunderbare Stimmung mit den weißen Apfelblüten, die sich aus rosa bis purpurroten Knospen öffnen. Im Kontrast dazu stand das frische Grün der austreibenden Laubbäume.


Pflanzentauschtag 2026

Pflanzenparade. - Foto: Agnes Pahler
Pflanzenparade. - Foto: Agnes Pahler

Bei sonnigem Wetter und warmen Temperaturen konnten wir den diesjährigen Pflanzentauschtag am Kult 25 in Aichtal-Aich regelrecht genießen. Organisiert hatten wir den Pflanzentausch erneut zusammen mit Katharina Klingler vom Kult 25  und mit dem Schwäbischen Albverein Aichtal.

  

Groß und Klein nutzten die Gelegenheit, verschiedenste Pflanzen zu bringen und andere mitzunehmen: Die Auswahl reichte von Kakteensämlingen und Grünlilien über Brandkraut bis hin zu jungen Eiben.  Im Gespräch zwischen Pflanzenfreunden wurden Tipps zur Pflanzenpflege ausgetauscht. Kinder hatten Spaß beim Pflanzenquiz.

  

 

Neben Waffeln und Kaffee gab es leckere, selbstgemachte Spezialitäten aus Wildkräutern wie Brennnessel-Kuchen, Bärlauch-Schnecken, Kräuterbutter-Brote und Bärlauch-Flammkuchen. Susi Wegerer vom Schwäbischen Albverein erklärte beim Kräuterspaziergang viele heimische Kräuter und wie man sie in der Küche verwenden kann.  


Markungsputzete in Neckartenzlingen

Säckeweise Müll. - Foto: Birgit Schmidt
Säckeweise Müll. - Foto: Birgit Schmidt

Wir haben uns wieder an der Markungsputzete in Neckartenzlingen am Samstag, den 07.02.2026 beteiligt. Die hochmotivierte Truppe säuberte  wie in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Süddeutschen Gemeinschaft Neckartenzlingen die Ränder des Radweges zwischen Neckartenzlingen und Mittelstadt.

 


Kormorane zählen

Wie jedes Jahr wollten wir am 17. Januar wieder die Kormorane am Röhmsee in Unterensingen zählen, die dort in der Abenddämmerung ihre Schlafplätze in den Baumkronen aufsuchen. Das erwartete Spektakel der abends einfliegenden Vögel blieb in diesem Jahr aus: Eine nahezu geschlossene Eisdecke bedeckte den See, sodass die Kormorane hier nicht nach Nahrung tauchen könnten. Vermutlich waren die Vögel in Richtung offene Gewässer abgewandert - an den Neckar oder an den Bodensee.

 

Ein einziger Kormorane zog einen Kreis um den See, aber in den Baumkronen hat er nicht Platzgenommen.

 

Zwei Wochen später, als das Eis abgetaut war, zählte man in der Abenddämmerung 96 Kormorane in den Baumkronen.