Klimabäume

Die Hitzeperioden des Sommers zeigen uns Jahr für Jahr: Wir brauchen Gehölze in den Siedlungen, weil sie mit ihrer Wasserverdunstung die Temperaturen senken und weil Bäume den ersehnten Schatten spenden.  Gehölze, die man bislang als bedingt winterhart eingestuft hatte, halten bei uns inzwischen an geschützten Standorten gut im Freien aus.

Die Deutsche Straßenamtsleiterkonferenz hat folgende Empfehlungen für Straßenbäume herausgegeben:

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Gelbes Herbstlaub beim Ginkgo. - Foto: Agnes Pahler
Gelbes Herbstlaub beim Ginkgo. - Foto: Agnes Pahler

Wenn es um robuste und stadtklimafeste Gehölze geht, taucht der Gingko (Gingko biloba) immer an der Spitze der Empfehlungen auf. Der Parkbaum kann freiwachsend 20 m hoch werden.

 

Für den Garten kommt daher nur eine klein bleibende Sorte wie infrage, etwa ‘Marikenʼ mit fast kugeligem Wuchs und gelbem Laub oder die säulenförmig wachsende ‘Fatsigiata Blagonʼ.  

Amberbaum. - Foto: Agnes Pahler
Amberbaum. - Foto: Agnes Pahler

Der Amberbaum (Liquidambar styraciflua) aus Nordamerika bewährt sich inzwischen in den Siedlungsgebieten. Er hält wochenlange Trockenheit und Hitze im Sommer gut aus und er verträgt extreme Fröste im Wintern.

 

Viele Gemeinden entschließen sich inzwischen bei Baumneupflanzungen für den Amberbaum. Er macht auch im Vorgarten eine gute Figur und seine Ausmaße bleiben moderat.

 

Doch gerade in der Anwachsphase braucht ein Amberbaum viel Wasser. 

Herbstfärbung beim Amberbaum. - Foto: Agnes Pahler
Herbstfärbung beim Amberbaum. - Foto: Agnes Pahler

trägt Blätter mit zugespitzten Lappen, ähnlich wie ein Spitz-Ahorn. 

 

Im Oktober lodert das Laub in Orange-, Gelb- und Rottönen, jedes Blatt mit einer eigenen Maserung und die Blattadern Purpurrot betont.

Im ersten Jahr viel gießen

Wer ein Gehölz pflanzt, muss vorausschauend planen. Nicht nur, weil ein kleines Bäumchen an Höhe gewinnen und seine mächtige Krone viel Platz brauchen wird, sondern weil wir heute jene Gehölze auswählen müssen, die mit dem Klima in zwanzig oder dreißig Jahren zurechtkommen. Die Versorgung mit Wasser spielt eine entscheidende Rolle für das Überleben von Pflanzen und immer mehr entscheidet die Trockenheitsverträglichkeit darüber, ob ein Gewächs überlebt.

 

Wochenlange Sommertrockenheit gilt es vor allem in den Anfangsjahren eines Strauches oder Baumes zu überbrücken. In den ersten beiden Jahren überleben frische gepflanzte Gehölze nur, wenn sie in Trockenzeiten hin und wieder ausgiebig gegossen werden. Das bedeutet dann alle acht bis zehn Tage gründliches Wässern bis an die Wurzelspitzen. Dies erreicht man zunächst mit mehreren Gießkannen voll Wasser, bei einem größeren Baum bedeutet es stundenlanges Berieseln mit dem Schlauch im Wurzelbereich.