Das Gebiet unserer Ortsgruppe zeichnet sich aus durch die Vielfalt an landschaftlichen ElementenDie drei Ortsteile von Aichtal liegen eingebettet am Lauf der Aich, Neckartenzlingen dagegen am Neckar, wo zahlreiche Wasservogelarten leben. Die Anhöhen bei Altenriet, Schlaitdorf und Walddorfhäslach bieten wunderbare Ausblicke auf den Albtrauf. Naturschutzgebiete, Landschafts- und Vogelschutzgebiete, Streuobstwiesen  der Wechsel von Wasser, Wald und offenen Flächen bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und für uns Menschen einen hohen Erholungswert.

Da gibt es viel zu tun, wenn man zum Erhalt dieser Naturschätze beitragen will :-)

Leuchtendes Grün

Zwischen grauem Geäst und braunem Falllaub leuchten im ausgehenden Winter Moospolster in auffälligem Smaragdgrün. Denn Moose beginnen bei niedrigen Temperaturen schon zu wachsen. mehr

 

Grün im Winter

Misteln bedeuten eine Gefährdung für Bäume auf den Streuobst-wiesen. Der Halbschmarotzer
zapft die Wasserleitbahnen von Bäumen an, zu schwere Misteln können zum Abbrechen von Ästen führen. 
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Futter für die Vögel

Die Steinfrüchte des Ligusters weisen eine hohe Energiedichte auf. Gartenvögel zehren davon bis zum Winterende. Liguster wächst als streng geschnittene Hecke oder frei wachsend. mehr

 


Nächstes Ortsgruppentreffen

Unsere Ortsgruppe trifft sich das letzte Mal in diesem Jahr am Freitag, den 10. Februar 2023, um
19 Uhr, in der Gaststätte zum Ochsen in Aichtal-Aich (Neckartailfinger Straße 1). Wir besprechen die Vorhaben im neuen Jahr.  Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns immer auf neue Gesichter sowie auf Ideen und Anregungen.

 

Für den Erhalt der Streuobstwiesen

Streuobstwiese im Auchtert, Neckartenzlingen. - Foto: Agnes Pahler
Streuobstwiese im Auchtert, Neckartenzlingen. - Foto: Agnes Pahler

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Region, sie prägen unsere Landschaft und stellen wertvolle Erholungsräume dar. Doch viele Obstbäume auf den Wiesen sterben ab, weil sie vergreist sind, weil keine Pflege mehr stattfindet und weil sich die Bewirtschaftung nicht mehr lohnt.

 

Wer eine Streuobstwiese pflegt, macht dies, weil die Arbeit in freier Natur Spaß macht und das Einbringen eigener Ernte zutiefst befriedigt.

 

Wir haben eine Initiative angestoßen, um durch gemeinsames Vorgehen von benachbarten Gemeinden mehr Interessierten die Pflege einer Streuobstwiese zu erleichtern oder vielleicht erst zu ermöglichen.

 

Wir wollen die bereits in den Gemeinden bestehenden Hilfsmöglichkeiten zusammenführen. Das betrifft zum Beispiel die Geräteausleihe, Aufpreisinitiativen oder Zuschüsse für neu gepflanzte Bäume. Unsere überregionale Streuobstwiesen-Initiative bezieht neben der Stadt Aichtal folgende Gemeinden  ein: Altenriet, Altdorf, Bempflingen, Großbettlingen, Neckartailfingen, Neckartenzlingen und Schlaitdorf.

 

Unsere Streuobstwiesenkonzept in Kurzform steht als Download zur Verfügung. mehr

 

Unser Einsatz für Igel

Igel im Falllaub. - Foto: Waltraud Hoyer
Igel im Falllaub. - Foto: Waltraud Hoyer

Igel finden immer weniger Lebensraum in unseren Gärten und immer weniger Nahrung. Vor allem müssen sie den Winter über schlafen. Wie igelfreundliche Gärten aussehen, machen engagierte NABU-Mitglieder vor. Sie kümmern sich im Herbst und Winter auch um zu leichte oder kranke Igel.

 

Unsere versierten Igelfreundinnen geben Rat, wenn hilfsbedürftige Igel gefunden werden oder wenn Tiere vorzeitig aus dem Winterschlaf erwacht sind. Sie haben zudem Erfahrung in der Behandlung von Krankheiten und Parasitenbefall. mehr

So lange wie möglich draußen herumstromern

Kleiner Igel. - Foto: Agnes Pahler
Kleiner Igel. - Foto: Agnes Pahler

In den Gärten sieht man jetzt häufig Igel umherstreichen. Sie suchen ein Quartier für den Winterschlaf und scharren dafür Laub zusammen. Menschliche Hilfe brauchen die meisten Tiere noch nicht. Weiterhin ist es für die Jahreszeit zu warm.

 

Solange die Igel Nahrung finden, nehmen sie weiter an Gewicht zu. Zur Winterruhe können sie sich noch gar nicht begeben, weil die Temperaturen so hoch sind.

Offensichtlich kranke Tiere brauchen aber Hilfe. Weil unsere engagierten ehrenamtlichen Igelpäppler im Moment völlig überlastet sind, verweisen wir auf das Tierheim in Filderstadt-Bonlanden. Man nimmt dort pflegebedürftige Igel aus Aichtal auf. Liegt allerdings tagsüber ein Igel apathisch in der Wiese, dann ist er verloren. Will man ihm Leid ersparen, kann man ihn nur noch zum Einschläfern in die Tierarztpraxis bringen. Das ist traurig.

 

 

Verzweifelt auf Wohnungssuche

Asthaufen im naturnahen Garten. - Foto: Agnes Pahler
Asthaufen im naturnahen Garten. - Foto: Agnes Pahler

 Wir müssen uns leider vor Augen führen, dass die Tiere in unseren Siedlungen keinen Lebensraum und insgesamt nicht ausreichend Nahrung finden. Schotterflächen und kurz gemähter Rasen erweisen sich als lebensfeindlich. Zum Überleben brauchen Tiere eine große Vielfalt an Pflanzenarten und ein Igel will sich zur Winterruhe ein geschütztes Nest unter Sträuchern mit weichem Blattpolster einrichten.

 

Man darf einen Garten im Herbst nicht völlig abräumen und das Falllaub schichtet man am besten unter Gehölzen oder auf den Beeten auf.


Damit ein Igel den Winter sicher übersteht, sollte er bei uns im Unterland ein Gewicht von mindestens 600 g auf die Waage bringen.Damit ein Igel den Winter sicher übersteht, sollte er bei uns im Unterland ein Gewicht von mindestens 600 g auf die Waage bringen.
 
Auf Schotterflächen und zugepflasterten Einfahrten findet ein Igel nichts zu fressen, Steinpalisaden kann er nicht überwinden. Futter gibt es für ihn zwischen blühenden Sommerblumen und Stauden, gut geht es ihm, wenn er in einem Schälchen Wasser trinken kann und untertags verkriecht er sich am liebsten unterm Holzhaufen oder in der Laubstreu von Gehölzen.
 
Dort wäre er sicher vor Gerätschaften.

Gefahr durch Gartengeräte

Schwer verletzter Igel. - Foto: Ruth Hiemer
Schwer verletzter Igel. - Foto: Ruth Hiemer

Einen schwer verletzten Igel fand Ruth Hiemer an der Futterstelle in ihrem Garten in Schlaitdorf. Die leidenschaftliche Igelpäpplerin nahm das Tier ins Haus und stellte gravierende Verletzungen fest, wie sie nur ein Schnittgerät verursachen kann.

 

Natürlich sind solche Gartengeräte praktisch und wenn man schon dabei ist, den Strauch zu schneiden, fährt man mit der Heckenschere auch schnell unter den Strauch, um dortige Halme zu kappen.

 

An solchen Stellen verbergen sich aber Igel oft untertags. Weil es nur noch so wenige geborgene Plätze im dichten Strauchaufwuchs gibt, nutzen die Igel für die Ruhezeit oft nicht so gut geeignete Plätze.

 

Schlimm ist es, wenn sie von Akku-betriebenen Hochleistungsgeräten buchstäblich niedergemäht werden. Bevor man mit dem Rasentrimmer oder der Heckenschere unter die Zweige fährt, sollte man nachschauen, ob dort nicht ein schlafender Igel liegt.

 

 


Der NABU - für Mensch und Natur

Der Waldkauz- Vogel des Jahres 2017
Der Waldkauz benötigt als Lebensraum Wälder und Baumgruppen im Wechsel mit offenen Flächen - Foto: NABU/Peter Kühn

Der Naturschutzbund Deutschland e. V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine lebenswerte Erde vorfinden, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und an Tier- und Pflanzenarten verfügt, über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen.  Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl naturkundlicher Exkursionen an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Möchten Sie für die Natur hier in Aichtal oder Neckartenzlingen aktiv werden? Dann schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen vorbei! Weitere Informationen gibt's beim Vorstand oder über unser Kontaktformular.