Das Gebiet unserer Ortsgruppe zeichnet sich aus durch die Vielfalt an landschaftlichen ElementenDie drei Ortsteile von Aichtal liegen eingebettet am Lauf der Aich, Neckartenzlingen dagegen am Neckar, wo zahlreiche Wasservogelarten leben. Die Anhöhen bei Altenriet, Schlaitdorf und Walddorfhäslach bieten wunderbare Ausblicke auf den Albtrauf. Naturschutzgebiete, Landschafts- und Vogelschutzgebiete, Streuobstwiesen  der Wechsel von Wasser, Wald und offenen Flächen bietet Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und für uns Menschen einen hohen Erholungswert.

Da gibt es viel zu tun, wenn man zum Erhalt dieser Naturschätze beitragen will :-)

Ergiebige Korbblütler

Die Blütezeit der meisten Pflanzen geht zu Ende. Insekten sind auf der Suche nach Nektar- und Pollennahrung. Blumen im Garten gleichen Verluste in der Natur aus. mehr

 

Nahrung für Insekten

In den Röhrenblüten von spät blühenden Gartenpflanzen finden Schmetterlinge und andere Insekten lebensnotwendigen Nektar und Pollen. mehr

Nachtschwärmer

In unseren Ortschaften leben noch unterschiedliche Arten von Fleder-mäusen. Durch Baumfällungen und bei Sanierungsmaßnahmen gehen  Lebensräume verloren, die allerdings wie die Tiere gesetzlich unter Schutz stehen. mehr

 


Was weg muss, muss weg - wirklich?

Vor dem Haus Raiffeisenstraße 58 in Aichtal-Grötzingen wurde eine rund 200 Jahre alte Eiche gefällt. Als Begründung wird Verkehrssicherheit angeführt. Vom Landratsamt erfolgte die Genehmigung für die Fällung aus naturschutzrechtlicher Sicht.

 

Was jedoch mit einem zu 30 % geschädigten Baum geschehen soll, entscheidet die Eigentümerin, nämlich die Stadt Aichtal. Es wurde keine Überlegungen darüber angestellt, wie sich der Baum  sichern ließe.

 

 

Baumtorso ohne erkennbare Schädigung. - Fotos: Agnes Pahler
Baumtorso ohne erkennbare Schädigung. - Fotos: Agnes Pahler

Man hätte dafür sorgen können, dass Lebensraum für viele Organismen und ein Charakteristikum des Ortsbildes erhalten geblieben wäre. Eine weitere Lücke wurde in die Ansicht der Stadt geschlagen.

 

Dabei suchen wir alle an heißen Tagen Schatten. Unter Baumkronen ist die Luft spürbar kühler, die Laubmasse gibt Sauerstoff und Wasserdampf ab, das Holz speichert Kohlendioxid.

 

Wir fürchten Starkregenereignisse, wenn Wasser nicht versickern kann und über die stark versiegelten Flächen nicht in die überlastete Kanalisation abfließen kann. 

Jede Baumkrone sorgt dafür, dass Regen aufgefangen wird und nur langsam in den Boden rieselt. 

 

Jetzt ist der stattliche Baum mit seiner Holzmasse und all seinen Bewohnern weg. Schade.

 

 

Ein Artikel in der Nürtinger Zeitung berichtete am 28. Mai 2022 darüber:

 

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 Empörung klingt weiterhin nach, weil am Tag der Fällung die Anrufer aus der Bevölkerung bei der Stadtverwaltung schroff abgewiesen wurden. Welchen Respekt bringen wir altehrwürdigen Bäumen entgegen und welchen Stellenwert räumen wir mächtigen Gehölzen ein, die gegen die Luftverschmutzung wirken, Sauerstoff freisetzen, Kohlenstoff binden, Regenfälle langsam ablaufen lassen und an heißen Tagen Schatten spenden?

 

Unser Einsatz für Igel

Igel im Falllaub. - Foto: Waltraud Hoyer
Igel im Falllaub. - Foto: Waltraud Hoyer

Igel finden immer weniger Lebensraum in unseren Gärten und immer weniger Nahrung. Vor allem müssen sie den Winter über schlafen. Wie igelfreundliche Gärten aussehen, machen engagierte NABU-Mitglieder vor. Sie kümmern sich im Herbst und Winter auch um zu leichte oder kranke Igel.

 

Unsere versierten Igelfreundinnen geben Rat, wenn hilfsbedürftige Igel gefunden werden oder wenn Tiere vorzeitig aus dem Winterschlaf erwacht sind. Sie haben zudem Erfahrung in der Behandlung von Krankheiten und Parasitenbefall. mehr

Bedrohung durch Gartengeräte

Schwer verletzter Igel. - Foto: Ruth Hiemer
Schwer verletzter Igel. - Foto: Ruth Hiemer

Einen schwer verletzten Igel fand Ruth Hiemer an der Futterstelle in ihrem Garten in Schlaitdorf. Die leidenschaftliche Igelpäpplerin nahm das Tier ins Haus und stellte gravierende Verletzungen fest, wie sie nur ein Schnittgerät verursachen kann.

 

Natürlich sind solche Gartengeräte praktisch und wenn man schon dabei ist, den Strauch zu schneiden, fährt man mit der Heckenschere auch schnell unter den Strauch, um dortige Halme zu kappen.

 

An solchen Stellen verbergen sich aber Igel oft untertags. Weil es nur noch so wenige geborgene Plätze im dichten Strauchaufwuchs gibt, nutzen die Igel für die Ruhezeit oft nicht so gut geeignete Plätze.

 

Schlimm ist es, wenn sie von Akku-betriebenen Hochleistungsgeräten buchstäblich niedergemäht werden. Bevor man mit dem Rasentrimmer oder der Heckenschere unter die Zweige fährt, sollte man nachschauen, ob dort nicht ein schlafender Igel liegt.

 

 

Asthaufen im naturnahen Garten. - Foto: Agnes Pahler
Asthaufen im naturnahen Garten. - Foto: Agnes Pahler

Ist es nicht herrlich, wenn wir abends in der Dämmerung einen herumstreichenden Igel antreffen? Das Tier braucht aber Insektennahrung,  die immer spärlicher wird, und es benötigt geschützte Ruheplätze.

 

Auf Schotterflächen und zugepflasterten Einfahrten findet ein Igel nichts zu fressen, Steinpalisaden kann er nicht überwinden. Futter gibt es für ihn zwischen blühenden Sommerblumen und Stauden, gut geht es ihm, wenn er in einem Schälchen Wasser trinken kann und untertags verkriecht er sich am liebsten unterm Holzhaufen oder in der Laubstreu von Gehölzen.

 

Dort wäre er sicher vor Gerätschaften.


Der NABU - für Mensch und Natur

Der Waldkauz- Vogel des Jahres 2017
Der Waldkauz benötigt als Lebensraum Wälder und Baumgruppen im Wechsel mit offenen Flächen - Foto: NABU/Peter Kühn

Der Naturschutzbund Deutschland e. V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine lebenswerte Erde vorfinden, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und an Tier- und Pflanzenarten verfügt, über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen.  Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl naturkundlicher Exkursionen an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Möchten Sie für die Natur hier in Aichtal oder Neckartenzlingen aktiv werden? Dann schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen vorbei! Weitere Informationen gibt's beim Vorstand oder über unser Kontaktformular.