Endlich Farbe

Honigbiene an den Blüten der Kornelkirsche. - Foto: Agnes Pahler
Honigbiene an den Blüten der Kornelkirsche. - Foto: Agnes Pahler

Nach einigen sonnigen Tagen haben sich die goldgelben Blüten der Kornelkirsche geöffnet. Die Blütenbüschel stehen an den nackten Zweigen, lange bevor sich die Blätter entfalten. Wie gelbe Wolken wirken die blühenden Sträucher, die untertags von Fliegen, Honig- und Wildbienen umschwärmt werden. Die Insekten finden hier nach der Winterruhe dringend benötigte Pollen- und Nektarnahrung. Honigbienen brauchen Energie zum Bau von Waben, Wildbienen müssen ihre Nester bauen, um für Nachkommen sorgen zu können. In der frischen Witterung gegen Ende des Winters dauert die Blütezeit drei bis vier Wochen lang. 

 

Die Kornelkirsche gilt als heimische Strauchart. Natürliche Vorkommen gibt es in Deutschland im Saar-Mosel-Gebiet, im Fränkischen Jura, in Thüringen und im mitteldeutschen Hügelland. Dort wächst sie in Eichen- und Laubmischwäldern auf lockeren, humosen Lehm- oder Steinböden. 

Steinfrüchte der Kornelkirsche. Foto: Agnes Pahler
Steinfrüchte der Kornelkirsche. Foto: Agnes Pahler

Die roten Früchte der Kornelkirsche reifen ab August über einen langen Zeitraum hinweg, bis weit in den Herbst. Vögel erkennen die roten Steinfrüchte gut, fressen sie oft sogar unreif und scheiden die harten Samen an anderer Stelle wieder aus.

 

Die roten Früchte schmecken für uns Menschen sehr sauer, aber wenn sie mit der Reife schwarzrot dunkel werden, schmecken sie sogar roh ausgesprochen aromatisch. Wegen der langen Reifezeit muss man immer wieder durchpflücken und erntet dabei immer nur die dunklen Früchte.

 

Kornelkirschen ergeben eine schmackhafte Marmelade und man kann herrliche Chutneys damit kochen.