Bewährte Sträucher

Für ein besseres Klima im Siedlungsraum brauchen wir die Laubmasse von hoch wachsenden Gehölzen.

 

Einige Bäume und Sträucher haben sich seit langem im Garten bewährt, weil sie mehrmals im Jahr durch besondere Eigenheiten hervorstechen. Das beste Beispiel gibt die Felsenbirne (Amelanchier ovalis, A. lamarckii), die im Frühjahr wunderbar zart austreibt, im August aromatische Steinfrüchte trägt und im September eine auffällige ziegelrote Färbung trägt. 

Eine ähnliche Abfolge zeigt die Kornelkirsche mit Dolden gelber Blüten im März, schwarzroten Steinfrüchten von Juli bis August und braunroter Herbstfärbung. 

Arten aus dem nördlichen Mittelmeerraum finden zusehends Eingang in unsere Gärten.  Der Judasbaum (Cercis siliquastrum) blüht spektakulär im Frühling. Er erweist sich als zuverlässig frostverträglich.

 

Den Französischen Ahorn (Acer monspessulanum) hatte man vor einigen Jahren höchstens für recht warme, sonnige Standorte empfohlen, heute gilt er als Baum der Zukunft, noch dazu weil seine Größe beschränkt bleibt.  (Dagegen sind die feuchtigkeitsbedürftigen Japanischen Fächerahorne inzwischen aus dem Angebot vieler Baumschulen verschwunden.)

 

Das mildere Klima erlaubt das Anpflanzen von Esskastanien (Castanea sativa). Der Baum hat schönes dunkelgrünes, glänzendes Laub, blüht im Mai und trägt im September schmackhafte Maronen.

Als Sträucher mit begrenzter Winterhärte galten bisher Duftblüte (Osmanthus-Arten), Orangenblume (Choisya ternata) oder Escallonia. Sie gedeihen inzwischen in unseren Gärten. Allerdings stellen Spätfroste eine große Herausforderung dar. In ihrer Ruhezeit halten die Gehölze niedrige Temperaturen gut aus. Treten dann aber im Februar milde Wetterperioden auf, denen im März wieder Frostperioden folgen, sterben die Sträucher ab, auch wenn die Temperaturen nur wenige Grad unter Null fallen