Vorsicht giftig!

Herbstzeitlosen. - Foto: Agnes Pahler
Herbstzeitlosen. - Foto: Agnes Pahler

Auf den Wiesen blühen derzeit die Herbstzeitlosen. Die rosalila Blüten der Krokusverwandten leuchten dort aus dem grünen Bewuchs, wo der Boden einigermaßen feucht ist und wo wenig oft gemäht wird. Gegen Ende des Sommers strecken sich Blüten aus der Erde. Erst im nächsten Frühjahr werden die großen riemenförmigen Blätter erscheinen und aus dem im Boden versenkten Fruchtknoten bildet sich eine Kapselfrucht mit vielen Samen.

 

Die frühherbstliche Pracht hat jedoch ihre Schatten-seiten, denn die Pflanze ist hochgiftig. Rinder und Pferde können stark beeinträchtigt werden, wenn sie das Laub verzehrt haben. Ziegen erweisen sich als weniger empfindlich, scheiden jedoch das Gift mit der Milch aus.

 

Mähgut, das Blätter von Herbstzeitlosen enthält, darf nicht verfüttert werden. Wachsen viele Herbstzeitlosen auf einer Wiese, erweist sich eine Bekämpfung als schwierig. Ein früher Wiesenschnitt beseitigt die Samenkapseln, ein frühes Mulchen (Ende April bis Anfang Mai) unterdrückt ihre Entwicklung. So eine Maßnahme muss über etliche Jahre durchgeführt werden, bevor sie Wirkung zeigt. Auch ein früher Heuschnitt im Juni führt auf Dauer zu einer Verringerung des Besatzes, denn im Sommer zieht sich die Pflanze in die unterirdische Knolle zurück, bevor gegen Sommerende die Blüten erscheinen.

 

Ein Ausstechen der Knollen kommt nur auf kleinen Flächen infrage. Die Blüten darf man nicht berühren, das Gift könnte Atemnot, Erbrechen oder starke Kopfschmerzen hervorrufen.