Alles schon bereit

Knospenstand der Hasel - Foto: Agnes Pahler
Knospenstand der Hasel - Foto: Agnes Pahler

Eben erst haben die Haselsträucher ihr goldgelbes Herbstlaub abgeworfen, da hängen schon die Kätzchen im Geäst. Die männlichen Blüten sind im Knospenstand bereits vollständig angelegt. Sie überwintern geschützt unter Knospenschuppen. Nach den ersten sonnigen und etwas wärmeren Tagen werden sie sich Ende Januar öffnen. Die Kätzchen strecken sich dann lang und entlassen Schwaden von gelbem Pollenstaub.

 

Windbestäuber wie die Hasel blühen lange, bevor die Blätter erneut austreiben, damit die unscheinbaren weiblichen Blüten den Pollen aus der Luft ungehindert aufnehmen können. Weil sie keine bestäubenden Insekten anlocken müssen, strecken sie nur fädige Narben heraus, um die winzigen Pollenkörner einzufangen.

 

Haseln im Garten nehmen mit der Zeit viel Platz ein, sie können sechs Meter hoch werden. Wer aber eine Hasel besitzt, hat immer auch Stecken zur Verfügung, etwa um hochwachsende Prachtstauden oder einjährige Kletterpflanzen zu stützen. Eine Hasel bleibt niemals allein. Eichhörnchen verstecken im Herbst etliche Nüsse, um in Wachphasen während der Wintermonate einen Essensvorrat zu haben. Doch nicht alle gehorteten Nüsse werden verzehrt und oft gerät ein Versteck in Vergessenheit. Dadurch keimen im nächsten Jahr Haseln an unerwarteten Stellen.