Kormorankolonie am Unterensinger Baggersee

Foto: Klaus Sanwald
Foto: Klaus Sanwald

 

Unsere alljährliche Komoranzählung im Naturschutzgebiet am Unterensinger Baggersee konnten wir in diesem Jahr nicht als öffentliche Veranstaltung durchführen. Gezählt haben wir dennoch – so wie seit rund 20 Jahren.

 

Wenn abends die Dämmerung anbricht, kehren die großen schwarzen Vögel von ihren Futterplätzen zurück und suchen ihre Schlafplätze in den Baumkronen am See auf. 83 Vögel haben wir gezählt, das sind etwa genauso viel wie im vorigen Jahr.

 

Kormorane waren in Baden-Württemberg fast verschwunden. Inzwischen ist die Art nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt, seit einiger Zeit vergrößern sich die Bestände wieder. Sportfischer sehen dies mit Skepsis. Sie führen den Rückgang von Fischpopulationen auf fischfressende Vögel zurück. Die Umweltverbände dagegen halten Schadstoffe im Wasser und fehlende Rücksichtnahme auf die Gewässerökologie für die Ursache.

 

Kormorane kommen vorwiegend im Winter nach Süddeutschland, die meisten Vögel brüten an der Küste. Sie können bis zu 90 Sekunden lang und 30 Meter tief tauchen. Sein mit Wasser vollgesogenes Gefieder lässt der Vogel von Wind und Sonne trocknen. Dazu breitet er die Flügel in seiner charakteristischen Haltung auf einem Ruheplatz aus.