
Vögel, die in wärmeren Regionen überwintert haben, sind zurückgekehrt, sie bauen ihre Nester, um darin ihre Brut großzuziehen. Schon seit ein paar Wochen trällert die Mönchsgrasmücke, man erkennt ihren melodischen, schwätzenden Gesang recht leicht. Ihr zartes, napfförmiges Nest baut sie im dichten Geäst von Sträuchern, die sie hoffentlich im Garten findet.
Auch die Schwalben sind zurückgekehrt und die Mauersegler kamen "pünktlich" wie jedes Jahr Mitte April. Amsel, Drossel, Fink haben sowieso hierzulande überwintert. Aber es sind nicht überall alle Vögel da, wie es im Kinderlied heißt: Der Star kommt immer seltener in die Gärten. Die beeindruckenden Starenschwärme, die in schwarzen Wolken über den Himmel ziehen, gehören der Vergangenheit an. Stare wurden lange bejagt, weil sie Obst stibitzen. Sie finden immer weniger Insekten als Nahrung, weil Wiesen, Weiden und Felder schwinden.
Der massive Einsatz von Agrochemikalien vernichtet mehr und mehr die Nahrungstiere, die auch für viele andere Vogelarten eine existenzielle Bedeutung haben. Weil sie kaum noch Würmer und Insekten finden, leiden Stare unter akutem Futtermangel. Mittlerweile gilt der Star in Deutschland als eine gefährdete Art und die noch verbliebenen Starenkästen vor den Häusern bleiben oft leer. Stare finden bei uns aber noch Nisthöhlen in den Streuobstwiesen.