Wir über uns

Der NABU - Die Naturschutzmacher

Der NABU setzt sich deutschlandweit für bedrohte Lebensräume, Tiere und Pflanzen ein. Ein umfangreiches Informationsanbebot zu allen Fragen des Naturschutzes, zu Tieren und deutschland- oder weltweiten Projekten. Mehr dazu auf der Website NABU.de mehr

Was wir vor Ort tun

Unserer Ortsgruppe gehören derzeit mehr als 1000 Mitglieder an. Sie wohnen in Aichtal, Altenriet, Neckartenzlingen, Schlaitdorf oder Walddorfhäslach.

Der NABU Aichtal-Neckartenzlingen setzt sich auf vielfältige Weise für die Natur ein. Zu unserer Arbeit gehören unter Anderem Informationsveranstaltungen und Vorträge zu Naturschutzthemen und zur naturnahem Gartengestaltung. Bei Wanderungen  und Ausflügen lernen wir  gemeinsam die Natur unserer Umgebung kennen. Unser Angebot für die Öffentlichkeit ist kostenlos und wir sind rein ehrenamtlich tätig.

 

Unser Vorstand

Naturschutzjugend (NAJU)

 

Sie möchten gerne mitmachen? Schauen Sie einfach bei unseren monatlichen Treffen vorbei oder kommen Sie zu unseren Führungen. Wir freuen uns auf Anregungen, Ideen und auch über kritische Anmerkungen. Seien Sie willkommen!

 

Termine auf einen Blick

Mitmachen

 

Reger Pflanzentausch

Reger Pflanzentausch am Kult 25.- Foto: Mirjam Hornung
Reger Pflanzentausch am Kult 25.- Foto: Mirjam Hornung

Der starke Andrang an unserem ersten Pflanzentauschtag am 30. April hatte uns überrascht und selbstverständlich sehr gefreut. Es kamen viele Pflanzenfreunde an Kult 25 in Aichtal-Aich, um Pfleglinge aus Haus und Garten abzugeben und um zu schauen, was die Anderen vorbeigebracht hatten.

 

Im Verlauf des Vormittags hat sich ein lebhafter Austausch unter Hobbygärtnern ergeben und kaum eine Pflanze musste lange auf Abnehmer warten. Die Erkenntnis lautete insgesamt, dass man noch viel mehr Sämlinge und Ableger hätte vorbeibringen können.

 

„Beim nächsten Mal bringe ich mehr vorbei“, das hörten wir mindestens so oft wie die Frage „Wann gibt es den nächsten Pflanzentauschtag?“ Wir klären dies mit den aktiven und hilfsbereiten Frauen vom Kult 25, die unsere Aktion unterstützt haben. Vielen Dank an Mirjam Hornung und Carola Buchmann!

 

Behausungen für Ohrenkäfer

Sonja Bürkle erklärt und hilft mit.- Foto: Agnes Pahler
Sonja Bürkle erklärt und hilft mit.- Foto: Agnes Pahler

Wegen dem winterlichen Wetter konnten wir beim Tag der offenen Tür der Aichtaler Vereine am 3. April 2022 nicht wie beabsichtigt ins Gelände ausschwärmen, doch das Basteln von Ohrenkäferbehausungen war unterm Pavillon am Rand der Wiese beim Kult 25 in Aich möglich.

 

Etliche Kinder nutzten die Gelegenheit und unter der Anleitung von Sonja Bürkle waren die Tontöpfe schnell mit Heu und Stroh befüllt. Das Bündel wird festgeschnürt, dann wird ein Stöckchen mitverknotet und zum Schluss zieht man die Schnur durch das Wasserabzugsloch.

 

Mit der Schnur kann man den Tontopf an einen Obstbaum im Garten hängen. Dort verkriechen sich die Ohrenkäfer untertags, aber nachts gehen sie auf die Jagd nach Blattläusen und anderen saugenden Insekten. 

Familie Kurz stopft auch ein Ohrenkäferhaus. - Foto: Agnes Pahler
Familie Kurz stopft auch ein Ohrenkäferhaus. - Foto: Agnes Pahler

Bürgermeister Kurz kam mit der Familie zum NABU-Stand. Tochter Ella hat mit Unterstützung der Mama ein Ohrwurmhaus gebastelt.

 

Wichtig ist es, dass der Topf mit der Öffnung nach unten am Baum hängt. Von dort gehen die Ohrwürmer oder Ohrenkäfer nachts auf die Jagd nach anderen Insekten wie Blattläuse.

 

Ohrenkäfer nagen zwar auch Blätter und Knospen an, doch wo sie leben, nehmen Pflanzenschädlinge nicht so leicht überhand.

 

 

 

Naturschutzgebiete vor Ort

Aicher Heide im Winter. - Foto: Agnes Pahler
Aicher Heide im Winter. - Foto: Agnes Pahler

Zu einer hochinteressanten Begehung naturschutzrelevanter Flächen in Aichtal trafen sich Vertreter unserer Ortsgruppe mit Uwe Hiller vom Landschaftserhaltungsverband und Nicolas Ruoß von der Unteren Naturschutzbehörde in Esslingen. Zu unserem Rundgang am Montag, den 15. März, gesellte sich auch  Bürgermeister Sebastian Kurz.

 

Zuerst besichtigten wir die Aicher Heide, das Hochsträß und die Hauäcker bei Aich. Die Vertreter des Landratsamts erläuterten, was an diesen Flächen wertvoll ist, nämlich der Wechsel zwischen Hecken,

Büschen und offenen Flächen mit Magerrasen oder Weidewiesen. Wenn man nichts tut, verbuschen die Grundstücke und werden schließlich zu Wald. Der Magerrasen ist dann verloren. Er ist wegen seiner Artenvielfalt an Pflanzen und Kleintieren besonders wertvoll.

 

Dort wo keine Bewirtschaftung erfolgt, sucht man nach einer Nutzung z. B. durch Beweidung. An manchen Stellen muss man Hecken stutzen, auf den Stock setzen oder roden. Dann kann sich der Magerrasen wieder entwickeln. Die Interessen von Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz müssen dabei unter einen Hut gebracht werden. Ein Grundstückseigentümer darf auf seiner Fläche noch lange nicht alles tun oder lassen, was er will, z. B. gibt es die Pflicht, Obstbaumwiesen mindestens einmal im Jahr zu mähen.

  

Ein ganz anderer Fall ist ein schmaler Landstreifen an der L1185 direkt vor der Burkhardsmühle. Dort war nach dem Sturm Wiebke (1990) ein Holzlager eingerichtet worden. Die Stämme wurden künstlich beregnet. Nach neun Jahren war das Holzlager leer. Dann kam Sturm Lothar (1999) und es füllte sich wieder. Das Holzlager gibt es schon lange nicht mehr, aber dort haben sich Tümpel gebildet, in denen Amphibien laichen. Die Tümpel verlanden zunehmend. Beim Neubau der L1185 war ein Amphibien-Leitsystem gebaut worden, das die Unterquerung der Straße ermöglicht. Die Tümpel müssen erhalten oder wieder hergestellt werden.